DragonPad vs. Diktierfenster in Windows7

      Leicht off-topic, aber vielleicht dennoch von Interesse:

      Ich bin der Auffassung, dass das Arbeiten mit dem DragonPad die deutlich angenehmere Variante ist, weil flexibler, wenn man zwischendrin noch mal in anderen Fenstern nachschaut.
      Zwischenzeitlich bin ich aber noch auf eine andere Lösung umgestiegen und verwende den Freeware-Editor Jarte als quasi virtuellen "Schmierzettel" (wie ein Diktierfenster), wo ich nicht direkt ins jeweilige Original-Dokument diktieren kann oder mag. Sie hat den Vorteil, dass man mit mehreren Tabs arbeiten kann und bietet eine autmatische Speicherung - auch wenn der Drache mal aussteigt, ist der Text nicht verloren.

      Richtig Spaß macht das ganze allerdings m. E. nur bei einem schnellen Wechsel zwischen der Zielanwendung und dem "Schmierzettel". Da geht m. E. nichts über eine Tastaturkombination - das ist schneller als ein Sprachbefehl. Für mich als Benutzer des SpeechMike hat das früher die Software ASKA SmartMike erledigt, die es erlaubte, eine Taste auf dem Mikrofon für den Wechsel zwischen einer Zielanwendung und DragonPad zu verwenden. Seit das Philips Device Control Center erschienen ist, welches dem Benutzer eine relativ freie Belegung von Tasten erlaubt, verzichte ich aber auf eine weitere Hintergrundanwendung.
      Ich habe mir stattdessen ein – sicher sehr unbeholfenes – AutoHotkey-Skript gebastelt, welches den Wechsel zwischen Jarte und der Zielanwendung unter Übertragung des Textes erledigt (je nach Zielanwendung mit unterschiedlichen Eigenschaften, z. B. werden Excel-Zelleninhalte zur Bearbeitung nach Jarte übertragen), einer Taste des SpeechMike habe ich dann die Ausführung des Skripts zugewiesen (das kann man so ähnlich auch mit DragonPad machen). Wer Interesse und AutoHotkey hat: Vgl. Anhang.

      Und warum das alles? Grundsätzlich kann man prima z. B. direkt in Word diktieren, das tue ich in der Regel auch. Es gibt aber manchmal Situationen, in denen ein "Pad" die sinnvollere Lösung ist:
      - Trotz eines schnellen Rechners wird mein Drachen etwas träge, wenn man z. B. zwischen mehreren gleichzeitig geöffneten langen Word-Dokumenten (100 Seiten+) wechselt,
      - einige Anwendungen unterstützt der Drache bekanntlich nicht vollständig (z. B. PowerPoint),
      - das Eingeben von Texten in Excel-Tabellen lässt sich so vereinfachen,
      - beim Antworten auf E-Mails minimiert man so die Gefahr einer versehentlich zu frühen Versendung per Sprachbefehl,
      - schließlich: Ich führe manchmal Protokolle in Besprechungen "live" per Beamer - dann arbeite ich gern mit dem erweiterten Windows-Desktop und diktiere erst einmal in Jarte (fürs Publikum nicht sichtbares Fenster auf dem Notebook-Bildschirm), um die lustigsten Fehler auszubügeln, bevor ich dann den Absatz auf den Beamer in ein Word-Dokument werfe.

      Grüße, Marius Raabe
      Also wirklich schlechte Ergebnisse beim Diktieren in Anwendungen, wie bspw. dieser hier und Outlook, gegenüber jenem im Dragon Pad, kann ich nicht attestieren. Allerdings treten gleiche Fehler immer wieder auf, wie

      nach einem Punkt wird der folgende Satz klein weitergeschrieben, wenn man nach dem. Eine Pause macht

      nach Sprechpausen wird kein Leerzeichen eingefügt

      Korrektur ist nicht möglich.


      Die nervt manchmal so, dass ein Diktat in Dragon sinnvoller ist.

      Grüße

      Weinges
      Dragon 12; dns comfort lokal, Plantronics CS 60 USB, Speech Mike, Jabra supreme uc, Intel Core 2 Duo CPU P8700 2,53 GHz; Windows 7 prof; Office 2010
      Lieber Herr Weinges,

      solche negativen Effekte kann ich bei Anwendungen, die Select-and-Say unterstützen („Standardfenster“) nur in seltenen Fällen bestätigen, nach einem Neustart des Programms war ist das Problem aber meist beseitigt. Auch ging es mir nicht um die Erkennungsleistung selbst, sondern „nur“ um die von mir skizzierten Konstellationen, die zuweilen den Einsatz eines Editors sinnvoll erscheinen lassen.

      Grüße, Marius Raabe
      Hallo Herr Raabe,

      meine Hinweise bezogen sich auf Fenster ohne Select-and-Say Unterstützung! Weder Outlook noch dies Fenster hier werden bei mir unterstützt. Bei Outlook liegt das daran, dass ich die Windows/Word Einstellung nicht nutze. :???:
      Insofern kann ich die Erfahrung von Jakob bestätigen.

      Grüße über die Ostsee


      Weinges
      Dragon 12; dns comfort lokal, Plantronics CS 60 USB, Speech Mike, Jabra supreme uc, Intel Core 2 Duo CPU P8700 2,53 GHz; Windows 7 prof; Office 2010
      Ah - interessant.

      Bei mir ist beides auf grün.

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      Nach Ihrer Äußerung vermute ich, dass Sie Outlook 2003 benutzen (in 2007 gibt es diesbezüglich keine Auswahl). In Outlook 2003 wurde bei mir das Fenster auch ohne Verwendung des Word-Editors (normales HTML) nominell unterstützt (grüner Button), allerdings stieg bei mir der Drache manchmal aus, so dass ich dann im Ergebnis doch immer die Funktion „MS Word zum Erstellen von E-Mails benutzen“ (oder so ähnlich) aktiviert hatte.
      In Outlook 2007 gesagt wird ohnehin standardmäßig Word herangezogen – die volle Funktionalität des Drachen ist aber hier in anderer Hinsicht nicht mehr gegeben: Jedenfalls meine ich, dass die von mir sehr geschätzte Funktion temporärer Wörter nicht unterstützt wird, was insbesondere bei unbekannten Namen von mir schmerzlich vermisst wird.

      Grüße zurück übers heute kalte und klare mare balticum, Marius Raabe